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VÖ:           Juni 2010
Format:    7 Inch EP
Auflage:    500er Auflage
Extras:      Text-Inlay


Titel:
A:    Verbraucha // Zwischenmieter
B:    Hola Salvador // Schrankwand Eiche Rustikal







Pressestimmen:

Der gestreckte Mittelfinger
Klasse Single von Bunkaangst aus Göttingen. Vier Songs mit feinem Punk, der mich musikalisch sehr häufig an SCHNELLER AUTO ORGANISATION und manchmal FEHLFARBEN erinnert. Textlich kritisch, ohne stumpf zu klingen und die ewig gleichen Parolen wiederzukäuen. Prima Teil, das auch hübsch gestaltet ist. TIP!!!

Plastic Bomb
Ich hab mich echt gefreut als mir mein Freund Christian vom Bauwagenplatz Düsseldorf die EP von BUNKAANGST vorbeigebracht hat. Christian hat gerade sein eigenes Label MY DELIGHT RECORDS gegründet. Und dies ist seine erste Veröffentlichung. Ein guter Start !!! Von BUNKAANGST aus Göttingen hab ich bereits ihre CD „Hamstarad“ sehr sehr abgefeiert. Diese EP überzeugt einmal mehr mit sehr feinem, melancholischem Punk, der Erinnerungen weckt an alte Bands wie FEHLFARBEN, MALE, EA80 und ABWÄRTS. Diese 4 Songs sprechen dich direkt an. Sie berühren dich. Und sie gehen als Herz. Wenn du sie hörst, wirst du Teil des Ganzen. Auch in den ruhigeren Momenten sind sie jederzeit präsent und verlieren nichts von ihrer Kraft. Bei BUNKAANGST geht es nicht um Schnelligkeit oder Härte. Das wäre zu banal. Dieses Terrain überlässt man liebend gerne anderen Bands. BUNKAANGST nehmen sich die Zeit ihre Gitarrenpunk-Songs zu verfeinern, sie mit Zwischentönen und Atmosphäre zu versorgen. Die deutschsprachigen Texte neigen gerne zu Umschreibungen und bieten Raum für Eigeninterpretationen, weil sie oft etwas verschlüsselt sind und nicht direkt zum Punkt kommen. Diese 4-Track-EP ist voller feinster Melancholie und ergreifender Schönheit. Sie ist limitiert auf 500 handnummerierte Exemplare und kommt mit einem kleinen Aufkleber.

Romp
Punk Rock der alten Schule oder, etwas im Hamburger Stile wie ne etwas softere Ausgabe von Dackelblut, Oma Hans oder Turbostaat. Hört sich absichtlich dilettantisch an. Die 4 Songs, sind eigentlich ganz nett aber irgendwie fehlt da schon etwas Saft in den Knochen, Die Texte in deutsch treffen am ehesten auf das Stichwort Lyrik zu. Eigentlich schön zu sehen das es so Sachen heute doch auch noch gibt.

Trust
Wenn es um emotionalen Punk in der BRD geht, dann vertrete ich schon seit Jahren die Meinung, dass es da ein starkes Nord-Süd-Gefälle gibt. Die da unten im Süden wissen einfach nicht, was Melancholie ist.Deshalb kommen hahezu alle guten emotionalen Punkbands in diesem Land auch aus`m Norden. Aus Flensburg. Aus Hamburg. Aus Bremen. Oder eben wie Bunkaangst aus Göttingen. Die Band erinnert mich stark an eine andere alte Göttinger Band namens Ende November oder auch ein wenig an EA80. Tolle Gitarrenlinien, schöne Songs und vor allem zentnerweise Melancholie. Viel besser als so manche ähnliche Band, die viel bekannter ist.

Underdog
BUNKAANGST aus Göttingen spielen ungepflegte Beatmusik, fürchten weder Steuererhöhung noch Steuerlast und verstärken das Euro-Desaster mit einer Bilanz aus langem Schweigen und Verunsicherung für verbrauchte SmartphonebesitzerInnen und von Fortschritt geschlagene Koma-KäuferInnen. Die musikalische Lektionen beenden die harmonische WG-Beziehung, nicht abrupt, sondern durch bissige, ironische Sticheleien, die weh tun und du dir die Leere als Zufluchtsort suchst. Der Schritt aus der Nische ist der Weg in die Bunka. Hier reifen Freundschaften zu blindes Vertrauen, gegenseitigem Respekt und Verachtung für die da draußen, die sich hinter Sichtweisen verstecken, die ihnen die freie Sicht versperren und ein Leben in Marmor hauen. Adri, Thilo und Rumpel kalkulieren mit deinem schlechten Gewissen und der Aufforderung, auf den Wellen gegen den Strom zu tanzen. Die „Welle“ zieht sich durch die fünf Rhythmen Flowing, Staccato, Chaos, Lyrical und Stillness. Langsam, weich und weiblich schwingend rollt sie an, geht über in zielgerichtete Bewegung, steigert sich zur Ekstase im Chaos, klingt dann fröhlich ab und schwingt sachte in Ruhe aus.

Wahrschauer
Wow, welch wundervolles Gesamtpaket die drei Göttinger hier abliefern. Ich muss sagen, dass ich bis dato von dieser Band noch nichts gehört hatte und vom Bandnamen, der für mich nach einer weiteren Humpta-Deutschpunkkapelle klang, wohl eher abgeschreckt war. Aber weit gefehlt! Schon das Cover der Ep zeigt einem, dass einen etwas ganz anderes erwartet: auf der Frontseite ist eine ganz einfach in schwarz-weiß gehaltene Zeichnung vierer Mastgänse, die mit einem Trichter gestopft werden. Zieht man dann noch das Textblatt heraus und legt es an das Cover an, hat man die Erweiterung des Bildes und die Gans wird mit den Texten der Bunkaangst gefüttert. Das Cover ist auch gleich passend zum ersten Song der EP „Verbraucha“, der sich ganz klischeefrei mit dem Konsumzwang unserer Gesellschafft beschäftigt, „…ich bin ein Verbraucha, ich bin verbraucht. Halts Maul…“ heißt es da. Auch die anderen drei Songs „Zwischenmieter“, „Hola Salvador“ und „Schrankwand Eiche Rustikal“, kommen ganz ohne stumpfe Parolen aus. In den Texten von BUNKAANGST bleibt viel Platz für eigene Gedanken und Interpretationen und das macht mir sehr viel Freude beim Hören der Platte. Es ist eine Scheibe, in der man sich für einen (leider viel zu kurzen) Moment verlieren kann. BUNKAANGST beschreiben ihren Sound als „ungepflegte Beatmusik“ und das liegt musikalisch irgendwo zwischen frühen BOXHAMSTERS, EA80 und S.Y.P.H., aber natürlich mit ganz eigenem Charakter. Für mich ist diese EP eine der größten Überraschungen, der von mir besprochenen Scheiben und ich kann sie euch wirklich nur wärmstens ans Herz legen. Aber haltet euch ran, denn es gibt nur 500 Exemplare.

MDR 001

Bunkaangst

„s/t“